Frauen, die kämpfen!

Am internationalen Frauentag demonstrierten in Stuttgart über 5000 unter dem Motto “Gemeinsam gegen Patriarchat & Kapitalismus” für Frauenemanzipation, Gleichberechtigung und gegen Gewalt an Frauen. Mit Losungen wie “Stoppt Femizide – man tötet nicht aus Liebe!”, “Frauen, die kämpfen, sind Frauen die leben! Lasst uns das System aus den Angeln heben!!” oder “Ob Kinder oder keine, das entscheiden wir alleine!” zog der kämpferische Demozug durch die Stuttgarter Innenstadt.

Frauentagsflyer der DKP  |   Rückblick zum Frauentag 2025 vom Aktionsbündnis 8. März

Frauentagsdemonstration_Stuttgart2025

Auf der anschließenden Kundgebung wurden der §218 und Friedrich Merz mit CDU/CSU für ihre frauenfeindliche Politik symbolisch in die Tonne geworfen. So  hieß es in der Moderation:
“$218 – IN DIE TONNE!
Patriarchale Bevormundung – IN DIE TONNE!
Kriminalisierung von Abtreibungen – IN DIE TONNE!
Diskriminierende Gesundheitsversorgung- IN DIE TONNE!
Wir haben erfahren, dass Friedrich Merz heute in Stuttgart ist. Vor 30 Jahren hat Friedrich Merz im Bundestag dagegen gestimmt, die Vergewaltigung der Ehe ins Strafgesetzbuch aufzunehmen. Außerdem verweigert er die Legalisierung von Abtreibungen.
Friedrich, wir wollen dich nicht in Stuttgart und erst recht nicht als unseren Kanzler. Für uns gehörst du und deine Partei – IN DIE TONNE!”

Die Redner:innen traten für Frauenbefreiung, für Gleichberechtigung verschiedener sexueller Orientierungen, für eine feministische Gesellschaft, für höhere Löhne und gute Arbeitsbedingungen und die gesellschaftliche Anerkennung der Sorgearbeit ein. Dabei stellten sie auch zahlreiche Bezüge zum antifaschistischen Kampf und wandten sich gegen Aufrüstung und den Kriegskurs der Herrschenden. So z.B. in folgender Lauti-Durchsage: „Kriege werfen uns auf dem Weg zur Gleichberechtigung aller Geschlechter meilenweit zurück und machen bereits erkämpfte Fortschritte zunichte. Wenn Verteidigungsminister in Deutschland davon sprechen, dass unser Land wieder “kriegstüchtig” gemacht werden muss und Politiker*innen eine Aufrüstung der deutschen Bundeswehr fordern, dann halten wir als Feminist*innen dagegen – denn wir verurteilen jede Form der Kriegstreiberei!… Wir wollen eine Gesellschaft, in der alle unabhängig von Herkunft oder Geschlecht in Frieden leben können.“ Immer wieder wurde auch der Zusammenhang zwischen dem Frauenkampf und dem Kampf für eine sozialistische Gesellschaft hergestellt. Die DKP sagt: “Ohne Befreiung der Frau kein Sozialismus! Ohne Sozialismus keine Befreiung der Frau!” (Alexandra Kollontai)

Berfreiung_der_Frau_und_Soziallismus