Polizeigewalt am Internationalen Frauenkampftag in Stuttgart

Pressemitteilung des Aktionsbündnisses 8.März zu den Vorkommnissen am 8. März 2025 in Stuttgart:

Am 8. März 2025 kam es bei der Demonstration zum Internationalen Frauenkampftag in Stuttgart zu mehreren vorübergehenden Festnahmen von Demonstrationsteilnehmerinnen. Die Polizei griff im Laufe der Abschlusskundgebung unverhältnismäßig und brutal einzelne Personen an und sonderte sie von der Demonstration ab.

An der Demonstration zum Internationalen Frauenkampftag, organisiert durch das Aktionsbündnis 8. März, beteiligten sich mehr als 5.000 Personen. Während der Demonstration wurde ein lila Rauchtopf entzündet sowie entlang der Route ein lila Banner mit der Aufschrift „Femizide stoppen, wir wollen uns lebend!“ aus dem Gewerkschaftshaus aufgehangen. Diese beiden Aktionen nutzte die Polizei als Vorwand, um im weiteren Verlauf einzelne Personen brutal festzunehmen.

„Die Übergriffe der Polizei sind absolut unverhältnismäßig. Lila Rauch und ein Banner gegen patriarchale Gewalt als Anlass zu nehmen, einzelne Demonstrationsteilnehmerinnen so gewaltsam festzunehmen, ist für uns unangebracht und unverständlich“, sagt Leonie Mayer vom Aktionsbündnis 8. März. Insgesamt wurden fünf Personen vorübergehend festgenommen sowie die Personalien von fünf weiteren Personen aufgenommen und sie über eine Stunde lang kontrolliert.

„Wir sind fassungslos, dass die Polizei einfach Frauen brutal ins Gesicht greift und Schmerzgriffe anwendet. Und das an einem Tag, an dem wir auch gegen Gewalt gegen Frauen auf die Straße gehen.“, sagt Mayer.